Histaminintoleranz & Magenprobleme bekämpfen

Ihr Lieben,

mittlerweile sind knapp drei Monate seit der Diagnose “Histaminintoleranz und Magenschleimhautentzündung” vergangen und ich wollte euch gerne von meinen Erfahrungen berichten und auch meine Tipps mit euch teilen. Es geht mir mittlerweile deutlich besser und ich habe mich an die Ernährungsumstellung gewöhnt. Tatsächlich gab es für mich eine Erkenntnis, welche ich mir zunächst auch erst einmal etwas zu schaffen machte. Stress hat in meinem Körper vielleicht doch mehr angerichtet, als ich zunächst vermutet hatte und mir eingestehen wollte.

Ich hatte in meinem Leben schon einige stressige Phasen, aber nie hatte sich das so gravierend auf meine Gesundheit geschlagen. Seitdem ich allerdings vor einigen Wochen die Entscheidung getroffen habe, mein Leben zu verändern und den Job zu wechseln geht es mir auch gesundheitlich deutlich besser. Zudem habe ich meine Ernährung gravierend umgestellt und merke, wie ich immer mehr zu Kraft und Ausgeglichenheit komme.

Immer noch ein Tabu Thema?

Es gibt leider nicht viele Menschen, die über das Thema sprechen, aber seitdem ich mit diesen Problemen zu kämpfen habe und mit verschiedenen Menschen darüber spreche, höre ich von immer mehr Leuten: “Oh, sowas hatte ich vor einem Jahr auch schon einmal” oder “Das kenne ich! Ich habe seit einigen Monaten mit starken Magen-Darmproblemen zu kämpfen und weiß einfach nicht, wie ich die Probleme wieder losbekomme. Die Ärzte haben bei mir nichts finden können”.

Das Thema scheint aber dennoch ein Tabu Thema in unserer Gesellschaft zu sein und insbesondere das Thema Stress als Auslöser für Krankheiten anzuerkennen. Natürlich gestehen wir uns nicht gerne ein, dass uns etwas so zu schaffen macht, dass wir durch diesen Stress krank werden. Das könnte ja ein Zeichen der Schwäche sein, bzw. möchte keiner in die Schublade “Sie ist eben einfach ziemlich empfindlich” gesteckt werden. Allerdings habe ich bemerkt, wie wichtig es für mich war über das Thema zu sprechen und auch über seine Erfahrungen zu berichten. Diese Krankheit betrifft weitaus mehr Menschen als man denkt.

Was kann ich dagegen tun?

Wenn man feststellt, dass etwas mit der Verdauung oder dem Magen nicht in Ordnung ist, sollte man nicht allzu lange warten, die Probleme zu bekämpfen. Erste Anzeichen sind meist schon früh erkennbar. Da ich keine Ärztin bin, kann ich nur von meinen Erfahrungsberichten erzählen und euch sagen, was mir persönlich geholfen hat. Wichtig ist es aber natürlich, dass ihr einen Experten (Arzt oder Heilpraktiker) aufsucht und eure Ursache für die Symptome feststellen lasst. Der Magen-Darm Trakt und die Vorgänge darin sind so komplex und umfassend, dass sich leider kein Allheilmittel aussprechen lässt. 

Ich habe in den letzten Wochen besonders intensiv an zwei Dingen gearbeitet: Stress aktiv bekämpfen und Ernährung umstellen. Meine persönlichen Tipps für Stressbewältigung und Entspannung habe ich auch schon einmal hier zusammen geschrieben. 

Ernährung umstellen

Die Ernährung umzustellen war zunächst super schwierig und stellt mich auch jetzt noch ab und zu vor ein paar Herausforderungen. In meinem Fall habe ich mich nach und nach an eine neue Ernährung rangetastet. Nachdem ich Tagelang kaum etwas essen konnte, ohne danach mit schlimmen Magenkrämpfen und Schwindel zu kämpfen, habe ich meine Ernährung auf ein Minimum an Vielfalt reduziert. Durch die Diagnose meiner Heilpraktikerin wusste ich bereits, dass es ein paar Dinge gab, die ich zur Zeit auch nicht mehr vertrage, bzw. eine Intoleranz dagegen entwickelt hatte (Histamin und weitere einzelne Lebensmittel).

Ich ließ diese Dinge weg und darüber hinaus habe ich 2 Wochen lang nur Schonkost gegessen. Sprich: nur gekochtes Gemüse (Zucchini, Paprika, Brokkoli, Fenchel, Süßkartoffeln, Sellerie) und Suppe. Kohlenhydrate (bis auf Süßkartoffel) habe ich die ersten 2 Wochen komplett ausgelassen und den Magen-Darmtrakt zu entlasten. Ich habe zudem versucht nicht allzu spät zu essen und die letzte Mahlzeit spätestens um 19 Uhr zu mir zu nehmen. Nach den zwei Wochen habe ich jeden Tag nur ein neues Lebensmittel zu meiner Ernährung hinzugefügt, um zu sehen, wie der Körper auf das Lebensmittel reagiert. Ich habe ein Lebensmitteltagebuch erstellt und mir immer aufgeschrieben, wie ich die Lebensmittel vertragen habe (einfach in Notizen auf meinem Handy). Nach ca. 4 Wochen habe ich dann das erste mal ein wenig Reis und Kartoffeln zu meinem Speiseplan hinzuzugefügen.

Ganz vermieden habe ich: Gluten, alle Kuhmilchprodukte, alle Weizenprodukte, Rohkost, Tomaten/ Avocado/ Aubergine/ Himbeeren (alles stark histaminhaltig) und Fisch

Es hat circa 2 Monate gedauert, bis sich eine deutliche Verbesserung bemerkbar gemacht hat. Meine Naturheilpraktikerin meinte, dass ich meine Ernährung für ca 3-6 Monate umstellen muss, um den Magen-Darmtrakt ganz zu regenerieren. Er war so gereizt, dass all die oben genannten Lebensmittel starke Beschwerden hervorgerufen haben. 

 

Chaga Tee bei Magenschleimhautentzündung 

Durch meine liebe Freundin Anna bin ich auf den Chaga Pilz aufmerksam geworden. Der Chaga Pilz ist ein Heil-und Vitalpilz und hat erstaunliche Auswirkungen auf den Körper. Er wächst vor allem in Osteuropäischen Wäldern an Birken. Seine heilende Wirkung ist in einigen Ländern, seit Jahrtausenden bekannt. Seit zwei Wochen trinke ich den Chaga Tee morgens vor dem Essen und abends eine halbe Stunde vor dem Essen und merke schon jetzt, wie sich das Wohlbefinden erheblich verbessert hat. Ich möchte allerdings nach dieser kurzen Zeit noch keine voreiligen Schlüsse ziehen, da es sie viele Dinge gibt, die die Heilung beeinflussen können.

Ich werde in ein paar Wochen noch einmal davon berichten, wie sich die Behandlung mit Chaga Tee weiter auswirkt auf meine Gesundheit. Wenn ihr schon einmal etwas über dieses Wundermittel lesen wollt, findet ihr hier einen interessanten Artikel. Denn Anscheinend wurde der Pilz in der chinesischen Medizin nicht nur zur Behandlung schwerer Krankheiten, sondern auch zur Schönheitspflege (gegen Hautprobleme und frühzeitige Alterung) eingenommen. Interessanter Weise habe ich noch nie von diesem Pilz gehört, aber die Wirkungen sind wirklich unglaublich interessant. Ich habe diesen Chaga Tee gekauft. Den Tee mische ich immer mit etwas Kurkuma, Zimt und Mandelmilch, denn der Eigengeschmack des Pilzes ist etwas erdig und nicht besonders lecker. Einen super interessanten Beitrag dazu, wie genau der Pilz sich auf die Darmflora auswirkt findet ihr hier.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weitere Inspiration zu dem Thema mitgeben. Mich würde mal interessieren, ob ihr ähnliche Probleme habt oder hattet und wie ihr die Krankheit, bzw. den Stress bekämpft habt?

Alles alles Liebe

Eure Soulstylestories

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2 Kommentare

  1. 25. Juli 2018 / 01:29

    Liebe Sarah,

    ganz ganz toller Artikel! Es stimmt. Bei vielen Personen ist dieses Thema immer noch Tabu. Umso toller finde ich, dass Menschen wie du aber dann zu diesem Thema einen Artikel veröffentlichen, der obendrein noch sehr hilfreich ist 🙂 Ich probiere auf jeden Fall mal Avocado und Himbeeren wegzulassen. Bei Tomaten wird’s schwer.. Mal sehen, wie es sich auswirkt!

    Danke auf jeden Fall für diesen tollen Artikel!
    Beste Grüße
    Florian

    • soulstylestories
      Autor
      25. Juli 2018 / 11:40

      Lieber Florian,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es freut mich wahnsinnig, dass dir der Artikel gefällt! Es hat mich etwas Überwindung gekostet, über dieses Thema zu schreiben, aber genau für jemanden wie dich habe ich mich dazu entschlossen, das Thema nicht tot zu schweigen. Leider sprechen wirklich nicht viele Menschen über diese Probleme und das führt dazu, dass man sich noch weniger traut über das Thema zu sprechen. Dabei kann es die Lebensqualität so enorm einschränken.

      Je nachdem wie stark deine Probleme sind, versuche am besten einmal Gluten (das bläht am meisten), Tomaten, Himbeeren, Alkohol und Avocado (die am stärksten Histaminhaltigen Lebensmittel) wegzulassen.
      Hier findest du eine super Liste, die dir zeigt, welche Lebensmittel besonders viel Histamin enthalten.
      Falls du eine Entzündung hast, oder dein Magen gereizt ist, kann es wirklich helfen sind ein paar Wochen an die Liste zu halten und dann nach und nach wieder Lebensmittel zu deiner Ernährung hinzuzufügen. 🙂
      Ich weiß wie nervig das ist, aber es hilft wirklich enorm.

      Ganz ganz liebe Grüße und melde dich gerne mal, wenn du erste Erfahrungen machen könntest.
      Wirklich super wirksam ist der Chaga Tee! Der hat nochmal einiges für mich verändert!!

      Sarah

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